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Team Germany greift nach WM-Edelmetall

Deutschlands stärkste Spielerin als Fels in der Brandung: Marina Mohnen

Silke Bleifuß umkurvt die niederländische Abwehr

Zwei Punkte durch Gesche Schünemann
Klarer 63:40-Viertelfinalerfolg gegen Niederlande
Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen hat auf die Vorrunden-Niederlage gegen die USA die passende Antwort gefunden und in einem souveränen Viertelfinale die Niederlande mit 63:40 ausgeschaltet. In der Neuauflage des EM-Endspiels von 2009 zeigte dabei vor allem Italien-Legionärin Marina Mohnen eine Topleistung, die bereits in der ersten Halbzeit den Grundstein für den unangefochtenen Erfolg gelegt hat.
Niederlande – Deutschland 40:63 (14:20/20:38/32:50)
„Dies waren zugegeben psychologisch zwei sehr schwere Tage, die Stimmung im Team war nach der Niederlage gegen den Titelrivalen USA doch äußerst nervös. Umso glücklicher bin ich, dass wir uns da heute selbst wieder herausgezogen haben“, so Bundestrainer Holger Glinicki, der dabei seine Nummer 14 Mohnen besonders hervorhob. „Wir wollten aus einer starken Defense heraus das Spiel dominieren, dies ist uns hervorragend gelungen“, so der Hamburger weiter.
Von Beginn an druckvoll agierend kamen die Niederländerinnen kaum zur Entfaltung, während in der eigenen Offensive erneut die Punkte über die hochprozentig treffenden Gesche Schünemann und Marina Mohnen, die zudem noch 13 Rebounds abgriff, als logische Konsequenz der eigenen Dominanz fielen. Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie jedoch zunehmend. Während die Niederlande keine Mittel fand, die deutsche Defensive zu knacken, begnügte sich das Team Germany dabei auf das Nötigste und das Verwalten des eigenen allerdings beruhigenden Vorsprungs.
Im Halbfinale treffen die ING-DiBa Korbjägerinnen nun am Donnerstag auf den Sieger der Partie Australien gegen China. Während die deutschen Damen im Halbfinale stehen, kam es in der Herren-Konkurrenz zu zwei faustdicken Überraschung. Weltmeister Kanada und Gastgeber Großbritannien müssen hoch gehandelt ihre Hoffnungen auf den Titel begraben. Die Nordamerikaner verloren mit 47:63 gegen Europameister Italien, der zum ersten Mal in der Verbandsgeschichte ein WM-Halbfinale erreichte und die Briten unterlangen bis dato ungeschlagen Frankreich mit 50:59.
Niederlande: Inge Huitzing (16), Carina Versloot (10), Roos Oosterbaan (4), Cher Korver (4), Mariska Beijer (3), Petra Garnier (2), Jitske Visser (1), Barbara van Bergen, Lucie Houwen, Saskia Pronk (n.e.), Wendy van der Wal (n.e.).
Deutschland: Marina Mohnen (26, AS Santo Stefano/ITA), Gesche Schünemann (18, RSV Lahn-Dill), Simone Kues (8, Hamburger SV), Edina Müller (4, ASV Bonn), Annika Zeyen (4, University of Alabama/USA), Heike Friedrich (2, Mainhatten Skywheelers), Birgit Meitner (SV Augsburg), Silke Bleifuß (1, Mainhatten Skywheelers), Mareike Adermann (University of Wisconsin/USA), Annabel Breuer (SKV Ravensburg), Maria Kühn (n.e., SV Augsburg), Maya Lindholm (n.e., Hamburger SV).
Damen Viertelfinale | ||
Großbritannien | USA | 37:53 |
Niederlande | Deutschland | 40:63 |
Australien | China | 77:38 |
Kanada | Japan | 62:39 |
Damen Halbfinale | ||
Deutschland | Australien | Do., 14:00 |
USA | Kanada | Do., 18:30 |
Damen Platzierungsspiele 5-8 | ||
Niederlande | China | Do., 10:00 |
Großbritannien | Japan | Do., 11:45 |
Herren Viertelfinale | ||
Polen | Australien | 34:68 |
Italien | Kanada | 63:47 |
Großbritannien | Frankreich | 50:59 |
USA | Türkei | 92:50 |
Herren Platzierungsspiele 9-12 | ||
Mexiko | Südkorea | 64:57 |
Japan | Algerien | 82:36 |
Herren Halbfinale | ||
Italien | Frankreich | Do., 12:15 |
Australien | USA | Do., 16:30 |
Herren Platzierungsspiele 5-8 | ||
Polen | Türkei | Do., 14:15 |
Kanada | Großbritannien | Do., 16:15 |