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Der Traum von Gold

Trainingsbesuch als Motivationshilfe: DRS-Vorsitzender und neuer IWBF Vize-Präsident Ulf Mehrens besucht die Mannschaft im Abschlusstraining
Deutschland gegen USA - die Chancen stehen 50 zu 50
Wer den Finaleinzug als ambitioniertes Minimalziel deklariert, der will mehr. Mehr heißt in diesem Fall für das Team Germany am Samstag im WM-Endspiel gegen Paralympicssieger USA, den Griff nach Gold zu realisieren. Ein zugegeben anspruchsvolles Ziel, das sich die Mannschaft selbst gesteckt hat, doch in einer Sportlerkarriere bekommt man diese Chance vielleicht nur ein einziges Mal.
Ein tränenreicher Platz vier bei den Paralympics 2004 in Athen, Bronze bei der WM 2006 in Amsterdam und Silber bei den Spielen im chinesischen Peking vor zwei Jahren verdeutlichen dieses gesteckte Ziel als logische Konsequenz der kontinuierlichen Entwicklung. Dabei sind mit Silke Bleifuß, Simone Kues, Birgit Meitner und Annika Zeyen nur noch ganze vier Spielerinnen im aktuellen Kader, die 2004 in der griechischen Hauptstadt Athen hauchdünn an Edelmetall vorbeigeschrammt sind. Ein Umbruch, der so nahtlos funktioniert hat, dass er schon ein wenig verwundert, aber auch Ergebnis eines hervorragenden Nachwuchskonzeptes im deutschen Verband ist. Und wenn dann noch wie im Falle von Bleifuß, Heike Friedrich, Marina Mohnen oder Gesche Schünemann ehemalige Fußgänger-Basketballer den nicht zufälligen Weg zum Rollstuhlbasketball finden, dann ergibt diese Mischung eben diese Ambitionen und Möglichkeiten.
Die Mannschaft will also am Samstag Revanche für die Finalniederlage bei den Paralympics 2008 und die ein wenig die Hoffnungen in Frage stellende Vorrundenniederlage gegen die USA nehmen. 24 Jahre nach dem letzten Titelgewinn im britischen Stoke Mandeville und 20 Jahre nach der letzten Endspielteilnahme im französischen St. Etienne soll der große Traum nun am Samstag in der National Indoor Arena gegen die Nordamerikanerinnen Realität werden. Ganz Rollstuhlbasketball-Deutschland drückt die Daumen!
Und auch wenn es entgegen aller Wünsche, Hoffnungen und Träume nicht klappen sollte, Silber ist dem Team Germany bereits sicher und London 2012 nicht mehr fern.